Wie alles Anfing

Im Jahr 2021 zeigte Gott mir in verschiedenen Visionen, dass wieder Propheten und Apostel durchs Land ziehen und Gemeinden besuchen sollen. Ich nahm diese Eindrücke wahr, dachte aber zunächst: „Gott, wenn du das tun möchtest, ist das gut.“ Ich ging jedoch nicht davon aus, dass es etwas mit mir persönlich zu tun haben könnte.

Im Jahr 2022 durfte ich gemeinsam mit Birgit, meiner Schwester im Glauben, auf der Aufbruch-Konferenz von Gottes Haus in Rotenburg im Gebet dienen. Während des Gebets nahmen wir eine Schwere wahr die wir nicht als natürlich, sondern als geistlich empfanden. Deshalb verließen wir den Versammlungsraum, um dafür zu beten, dass diese Schwere weicht und eine neue Leichtigkeit ins Gebet kommt.

Nach längerer Gebetszeit standen wir an einer erhöhten Stelle in der Halle und konnten die gesamte Versammlung überblicken. Wir hatten den Eindruck, dass sich die Situation verändert hatte und Leichtigkeit in die Gruppe gekommen war. Ich wollte gerade zu Birgit sagen, dass wir wieder zurückgehen könnten, als Gott zu mir sprach: „Nein - ich möchte, dass ihr hier oben bleibt und meine Zeugen seid.“

So blieben wir dort stehen und beobachteten das Geschehen. Wir sahen, wie gebetet wurde und wie Menschen in unterschiedlicher Weise Gott begegneten:

  • im Lobpreis

  • im persönlichen Gebet

  • im Austausch miteinander

  • beim Bibellesen und auch

  • in Momenten der Befreiung

Alles geschah gleichzeitig, und doch war es von einer spürbaren Ordnung und einem tiefen Frieden geprägt.

Dann wurde mein Blick auf die Bühne gelenkt. Ich bemerkte, dass die Lobpreisband bereits gegangen war und die Musik von einer Aufnahme kam. Niemand stand im Mittelpunkt – der einzige Mittelpunkt war unser himmlischer Vater, der alles leitete.

In diesem Moment sagte Gott deutlich zu mir: So stelle ich mir einen Gottesdienst vor.

Nach der Konferenz wuchs in mir ein starkes Verlangen nach Gemeinschaft mit anderen Geschwistern. Ich hatte erlebt, wie befreiend und erfüllend es ist Gott gemeinsam zu begegnen.

Einige Tage später meldete sich eine Schwester aus Baden-Württemberg. Sie schrieb, dass sie den Eindruck habe uns besuchen zu sollen. Kurz darauf schlossen sich weitere Geschwister an. So trafen wir uns zum ersten Mal im Haus meiner Eltern. Wir verbrachten den Tag miteinander – mit gemeinsamem Frühstück sowie viel Zeit für Lobpreis und Gebet. Erst am späten Abend bemerkten wir, wie viel Zeit vergangen war.

In dieser Zeit erlebte meine Frau eine tiefe Befreiung von Ängsten und kam in eine neue Freiheit. Gleichzeitig wuchs zwischen uns allen eine enge, familiäre Verbindung. Aus diesem Treffen entwickelte sich nach und nach eine Hausgemeinde.

In den folgenden Wochen und Monaten trafen wir uns regelmäßig, insbesondere auch mit Birgit und Peter. Diese Gemeinschaft wuchs weiter und während einer gemeinsamen Versammlung zeigte Gott uns, dass unser übernatürliches Erleben nicht nur für uns gedacht ist, sondern im ganzen Land freigesetzt werden soll.

In den darauffolgenden zwei Wochen legte Gott uns eine prophetische Zeichenhandlung aufs Herz. Sie sollte freisetzen, dass diese Form von Gemeinschaft – zugleich neu und doch ursprünglich – im Land Raum bekommen soll und dass Hausgemeinschaften, Kleingruppen und Gemeinden dafür geöffnet werden.

Wir führten diese Zeichenhandlung an einem Samstag durch. Es war ein gesegneter Tag. Anschließend wollten wir tun, was in Lukas 17,10 steht.

 So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren. 

Zudem wollten wir folgendes aussprechen: „Wir haben nur getan, was uns aufgetragen wurde“ - und anschließend den Auftrag wieder abgeben.

Doch weder Birgit noch ich hatten innerlich Frieden darüber diesen Auftrag loszulassen. In den folgenden Wochen bewegten wir diese Frage weiter im Herzen. Schließlich wurde uns deutlich, dass Gott uns sendet in das Land hinauszugehen, um das Erlebte weiterzugeben.

Mein erster Gedanke war, dass ich nicht zu Hausgemeinden gehen möchte, um ihnen zu sagen, wie sie etwas tun sollen. Doch ich bekam die klare innere Antwort: „Das ist nicht nötig. Du sollst die Gemeinden dafür öffnen, auf den Heiligen Geist zu hören – er selbst wird den Rest tun.“

So starteten wir zu Ostern 2023, am Sederabend vor Pessach, diesen Dienst für Hausgemeinden. Seitdem durften wir viel Ermutigung erleben. Der Dienst hat sich Schritt für Schritt erweitert – zunächst regional, dann von Bundesland zu Bundesland. Inzwischen sind wir im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs, besuchen Hausgemeinden und unterstützen sie auf ihrem Weg.

(Malte)